Wacholder
Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist ein heimischer, immergrüner Nadelstrauch, der in Deutschland wild vorkommt. Er gehört zur Familie der Zypressengewächse und ist eine typische Pflanze von Heiden, Magerrasen und lichten, trockenen Standorten.
Woran erkennt man den Wacholder?
Blätter: Steife, nadelförmige, spitze Nadeln, meist zu dritt in Quirlen.
Früchte: Runde, zunächst grüne, später blau-schwarze, beerenähnliche Zapfen.
Wuchs: Vom niedrigen Strauch bis zu einem mehrere Meter hohen, säulenförmigen Gehölz.
Alter: Kann mehrere Jahrzehnte, teils auch deutlich länger, leben.
Immergrün: Behält seine Nadeln ganzjährig.
Wo wächst Wacholder wild?
Der Gemeine Wacholder liebt Licht, trockene Böden und nährstoffarme Standorte. Besonders typisch ist er für Wacholderheiden, Kalkmagerrasen und lichte Weideflächen. Auch in Südbayern und im Voralpenland kommt er natürlich vor.
Bedeutung für die Natur
Die dichten Zweige bieten Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten.
Die blauschwarzen Zapfen dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Wacholderheiden sind wertvolle Lebensräume für wärmeliebende Pflanzen und Insekten.
In Bayern steht der Gemeine Wacholder auf der Vorwarnliste der Roten Liste; im Alpenraum gilt er derzeit als ungefährdet.
