
Luchs
- Der Eurasische Luchs bevorzugt große Waldgebiete mit dichtem Unterholz als Lebensraum
- und meidet offene Landschaften sowie menschliche Siedlungen, die er nur am Rande und vorübergehend nutzt.
- Ideale Jagdbedingungen findet er in Wäldern mit einer vielfältigen Struktur aus Altholzinseln, Lichtungen, felsigen Hängen und sumpfigen Gebieten.
- Das Beutespektrum des Eurasischen Luchses ist breit und umfasst nahezu alle kleinen bis mittelgroßen Säugetiere und Vögel des jeweiligen Lebensraums.
- Dazu gehören Rotfüchse, Marder, Kaninchen, junge Wildschweine, Eichhörnchen, Mäuse, Ratten und Murmeltiere, aber auch Fische.
- Bevorzugt jagt er jedoch kleine bis mittelgroße Huftiere wie Rehe und Gämsen, die 20 bis 25 Kilogramm wiegen und oft mehr als 80 Prozent seiner Beute ausmachen.
- Der Luchs ist ein Einzelgänger, der hauptsächlich in der Dämmerung und nachts auf die Jagd geht und sich tagsüber in seinen Verstecken ausruht.
- Als Überraschungs- oder Lauerjäger schlägt er seine Beute meist auf regelmäßig genutzten Wildpfaden in einem kurzen Sprint, der in der Regel weniger als 20 Meter beträgt.
- Paarungen finden nur zwischen Februar und April statt,
- und nach einer Tragzeit von etwa 73 Tagen werden zwei bis fünf Junge an einem geschützten Ort geboren.
- Die Jungtiere bleiben bis zum nächsten Frühjahr bei ihrer Mutter.
Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat im Monitoring-Jahr 2024/25 im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) 61 Luchse (älter als ein Jahr) und 28 Jungtiere erfasst. (s. Claudia Gruber, Pirsch 08/2026 S.20)
Deutschland und Bayern haben sich im Rahmen der Biodiversitätsstrategie verpflichtet, den Luchs bis 2030 in einen günstigen Erhaltungszustand zu überführen. (s. Claudia Gruber, Pirsch 08/2026 S.21)
vgl. Eurasischer Luchs – Wikipedia
Filme:
Urwald von morgen: Nationalpark Eifel (40:30 - 43:00)

