Frühjahrsgeophyten
Frühjahrsgeophyten sind Pflanzen, die:
- im Frühjahr sehr früh austreiben und blühen,
- unterirdische Speicherorgane besitzen (Zwiebeln, Knollen oder Rhizome),
- ihre Nährstoffe darin über den Winter speichern und
- sich nach der Blüte wieder in den Boden zurückziehen.
Sie nutzen das Sonnenlicht, bevor die Bäume im Wald Blätter bilden und den Boden beschatten.
Beispiele für Frühjahrsgeophyten
- Buschwindröschen
- Schneeglöckchen
- Märzenbecher
- Bärlauch
- Hohler Lerchensporn
- Wald-Goldstern
- Scharbockskraut (mit Knollen)
- Leberblümchen (wird häufig zu den Frühblühern gezählt, ist jedoch botanisch kein typischer Geophyt)
Merksatz
Frühblüher beschreibt den Zeitpunkt der Blüte.
Frühjahrsgeophyten beschreibt die Lebensweise: Sie überdauern ungünstige Jahreszeiten mit unterirdischen Speicherorganen und erscheinen deshalb schon sehr früh im Jahr.
Nicht jeder Frühblüher ist also automatisch ein Frühjahrsgeophyt, aber viele der bekannten Wald-Frühblüher gehören zu dieser Gruppe.