Ragwurz
Die Ragwurzen (Ophrys) sind eine Gattung heimischer Wildorchideen. Ihre Blüten sehen erstaunlich oft wie Insekten aus. Damit locken sie bestimmte männliche Insekten an und nutzen deren Verhalten zur Bestäubung.
In Deutschland kommen mehrere Arten vor. Sie wachsen vor allem auf warmen, sonnigen, nährstoffarmen Standorten, häufig auf Kalkboden.
Drei typische Ragwurz-Arten
1. Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
Die Blüte erinnert an eine kleine dunkle Fliege. Sie wächst auf kalkreichen Magerrasen, an lichten Waldrändern und in lückigen Wiesen.
2. Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera)
Ihre Blüte ähnelt einer Biene mit behaartem Körper. Sie kommt auf geeigneten, oft kalkreichen Wiesen und Böschungen vor.
3. Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica)
Sie besitzt eine auffällige, meist braunrote Blütenlippe mit heller Zeichnung und wächst auf warmen, kalkreichen Wiesen.
Wo findet man Ragwurzen wild?
Standorte: Magerrasen, lichte Kiefernwälder, sonnige Böschungen und kalkreiche Wiesen.
Blütezeit: Je nach Art ungefähr von Mai bis Juli.
Boden: Meist kalkreich, nährstoffarm und gut durchlässig.
Schutz: Alle heimischen wild wachsenden Orchideen sind besonders geschützt. Sie dürfen nicht ausgegraben oder gepflückt werden.
Ragwurzen sind auch botanisch besonders: Ihre Samen sind winzig und keimen in der Natur nur mithilfe passender Bodenpilze.

