Kleine Taubnessel

Die Kleine Taubnessel (Lamium hybridum) ist eine eher unscheinbare, aber ökologisch wertvolle Wildpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung

Wuchsform: Einjährige, krautige Pflanze, meist 5–20 cm hoch

Stängel: Vierkantig, meist verzweigt, oft fein behaart

Blätter:

Rundlich bis eiförmig

Gekertbter bis gezähnter Blattrand

Gegenständig angeordnet

Blüten:

Klein, rosa bis purpurfarben

Lippenförmig

Sitzen einzeln oder in kleinen Scheinquirlen in den oberen Blattachseln

Blütezeit: März bis Oktober, oft sehr früh im Jahr

Standort:

Äcker, Gärten, Ruderalflächen, Wegränder

Bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden

Besonderheit:
Keine Brennhaare – trotz Ähnlichkeit zur Brennnessel ungefährlich

Ökologische Bedeutung

Frühe Insektennahrung:
Die Kleine Taubnessel ist eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für

Wildbienen

Honigbienen

Hummeln
besonders im zeitigen Frühjahr.

Anpassungsfähig und robust:
Sie wächst auch auf stark genutzten oder gestörten Flächen und trägt dort zur Grundversorgung von Bestäubern bei.

Biodiversität in Agrarlandschaften:
Als Ackerbegleitpflanze unterstützt sie die Artenvielfalt, die durch intensive Landwirtschaft oft zurückgedrängt wird.

Bodenbedeckung:
Dichte Bestände reduzieren Bodenerosion und halten Feuchtigkeit im Boden.

Teil von Nahrungsketten:
Samen und Pflanzenteile dienen Insekten und Kleintieren als Nahrungsquelle.

📌 Hinweis zur Verwechslung:
Die Kleine Taubnessel wird häufig mit der Purpurroten Taubnessel (Lamium purpureum) verwechselt, ist jedoch meist kleiner, weniger auffällig gefärbt und hat schmalere Blätter.

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