Gauchheil

Der Gauchheil ist eine bekannte Pflanze aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).

Systematik

Wissenschaftlicher Name: Anagallis arvensis
(nach neuerer Systematik: Lysimachia arvensis)

Familie: Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale

Lebensform: einjährige, krautige Pflanze

Wuchshöhe: ca. 5–30 cm

Stängel: niederliegend oder aufsteigend, oft verzweigt

Blätter: gegenständig, eiförmig, ganzrandig

Blüten:

einzeln in den Blattachseln

meist ziegelrot (seltener blau oder weiß)

fünfzählig, sternförmig

öffnen sich nur bei Sonnenschein

Blütezeit: Mai bis Oktober

Frucht: rundliche Kapsel

Verbreitung & Standort

Ursprünglich in Europa, heute fast weltweit verbreitet

Bevorzugt Äcker, Gärten, Wegränder, nährstoffreiche Böden

Gilt als Ackerbegleitpflanze

Besonderheiten

Der Name „Gauchheil“ bedeutet sinngemäß „Heilmittel für Narren“

Früher in der Volksmedizin genutzt (z. B. gegen Hautkrankheiten),
heute nicht mehr empfohlen, da die Pflanze giftige Saponine enthält

Die Blüten reagieren empfindlich auf Licht → früher als Wetteranzeiger genutzt

 

Gauchheil-Arten in Deutschland

1. Acker-Gauchheil

Name: Anagallis arvensis
(heute: Lysimachia arvensis)

Blütenfarbe: meist rot, seltener blau oder weiß

Status: häufig

Lebensraum: Äcker, Gärten, Ruderalflächen

Besonderheit: klassische „Wetterblume“, giftig
➡️ Häufigste Gauchheil-Art in Deutschland

2. Blauer Gauchheil

Name: Anagallis foemina
(heute: Lysimachia foemina)

Blütenfarbe: rein blau, größer als beim Acker-Gauchheil

Status: selten, regional

Lebensraum: kalkreiche Äcker, Weinberge

Unterschied zu A. arvensis: schmalere Kronblätter, intensiver blau

3. Kleiner Gauchheil

Name: Anagallis minima
(heute teils Lysimachia minima)

Blütenfarbe: sehr klein, rosa bis hellrot

Status: sehr selten, stark gefährdet

Lebensraum: feuchte Sandböden, Heiden

Vorkommen: vor allem Norddeutschland

4. Sumpf-Gauchheil

Name: Anagallis tenella
(heute: Lysimachia tenella)

Blütenfarbe: zart rosa

Status: selten

Lebensraum: Moore, feuchte Wiesen

Besonderheit: kriechender Wuchs, nicht giftig

Vorkommen: Nordwestdeutschland, Alpenvorland

Weitere Begriffserklärungen:

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