Schachblume
Die Schachblume (Fritillaria meleagris), auch Schachbrettblume genannt, ist eine außergewöhnliche Frühlingsblume. Ihre glockenförmigen Blüten tragen ein violett-weißes Schachbrettmuster. Sie gehört zur Familie der Liliengewächse und ist eine seltene Wildpflanze feuchter Wiesen.
Woran erkennt man sie?
Blüten: Meist purpurviolett mit charakteristischem Schachbrettmuster, gelegentlich weiß.
Blütezeit: März bis Mai, häufig im April.
Wuchshöhe: Etwa 15–40 cm.
Blätter: Schmale, graugrüne Blätter entlang des Stängels.
Standort: Feuchte, nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Wiesen und Auen mit zeitweise feuchtem Boden.
Wo wächst sie wild?
Natürliche Vorkommen gibt es in Teilen Europas vor allem auf feuchten Wiesen und in Flussauen. In Deutschland ist die Schachblume selten und regional verbreitet, beispielsweise in bekannten Beständen im Spessart und im Oberrheingebiet.
Für Bayern gilt: Sie ist keine häufige Wiesenblume. Ob sie im Raum Schongau und im Pfaffenwinkel natürlich vorkommt, sollte anhand aktueller Funddaten geprüft werden.
Schutz und Pflege
Schutz: Die Schachblume ist in Deutschland besonders geschützt. Wildpflanzen dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden.
Gefährdung: Entwässerung, intensive Wiesennutzung und die Zerstörung feuchter Grünlandflächen bedrohen ihre Lebensräume.
Besonders wichtig: Die Schachblume ist giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
