Leptospirose

Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die von sogenannten Leptospiren verursacht wird. Sie kann Tiere und Menschen (Zoonose) betreffen.

🐀 Wie steckt man sich an?

Häufige Überträger sind:

Die Bakterien werden meist über Urin infizierter Tiere verbreitet. Menschen infizieren sich oft durch:

  • Kontakt mit verunreinigtem Wasser oder Schlamm
  • kleine Hautverletzungen
  • Schleimhäute (Augen, Mund)

Besonders riskant:

  • Hochwasser
  • Arbeiten in Kanalisation/Landwirtschaft
  • Baden in belasteten Gewässern

🤒 Symptome beim Menschen

Die Krankheit kann sehr unterschiedlich verlaufen:

Leichte Form

  • Fieber
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit

Schwere Form (Weil-Krankheit)

  • Gelbsucht
  • Nierenversagen
  • Leberprobleme
  • Hirnhautentzündung
  • innere Blutungen

⏱ Verlauf

Die Symptome beginnen meist 5–14 Tage nach der Ansteckung.

💊 Behandlung

  • Antibiotika (früh begonnen besonders wichtig)
  • Bei schweren Verläufen Krankenhausbehandlung

🛡 Vorbeugung

  • Kontakt mit möglicherweise belastetem Wasser vermeiden
  • Handschuhe/Stiefel bei Risikoarbeit
  • Wunden abdecken
  • Hunde impfen lassen

🐕 Bei Hunden

Leptospirose ist auch für Hunde gefährlich:

  • Fieber
  • Erbrechen
  • Nieren- oder Leberschäden

Es gibt Impfungen gegen wichtige Varianten der Krankheit.

🐕 Typische Symptome von Leptospirose bei Hunden

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein — von mild bis lebensbedrohlich. Manche Hunde zeigen zunächst nur unspezifische Krankheitszeichen.

Frühe Symptome

Oft beginnt die Krankheit plötzlich mit:

  • hohem Fieber
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Zittern
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Erbrechen
  • Durchfall

Viele Hunde wirken einfach „krank“ oder wollen sich kaum bewegen.

⚠️ Häufig betroffene Organe

🩺 Nieren

Leptospiren greifen oft die Nieren an.

Typische Zeichen:

  • sehr viel trinken
  • häufiges Wasserlassen
  • später manchmal kaum noch Urin
  • Austrocknung
  • Mundgeruch durch Nierenversagen

🟡 Leber

Bei schweren Verläufen kann die Leber betroffen sein.

Symptome:

  • Gelbfärbung von Augen, Zahnfleisch oder Haut (Gelbsucht)
  • Erbrechen
  • starke Mattigkeit

🫁 Lunge

Manche Hunde entwickeln schwere Atemprobleme:

  • Husten
  • schnelle Atmung
  • Atemnot
  • Blutungen in der Lunge

Diese Form gilt als besonders gefährlich.

🩸 Blutungsneigung

Die Krankheit kann die Blutgerinnung stören:

  • Nasenbluten
  • kleine rote Punkte auf Schleimhäuten
  • Blut im Urin oder Kot

🐶 Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Höheres Risiko bei:

  • Hunden, die viel schwimmen
  • Jagd- und Hofhunden
  • Kontakt zu Pfützen, stehenden Gewässern oder Nagetieren
  • ungeimpften Hunden

🚑 Wann sofort zum Tierarzt?

Sofort abklären lassen bei:

  • Fieber + Erbrechen
  • plötzlicher starker Schwäche
  • gelben Augen/Zahnfleisch
  • Atemnot
  • auffällig viel oder wenig Urin

Leptospirose kann sich innerhalb kurzer Zeit stark verschlechtern.

💉 Impfung

Die Standard-Hundeimpfung gegen Leptospirose schützt gegen wichtige Varianten, aber nicht gegen alle. Trotzdem reduziert sie das Risiko schwerer Verläufe deutlich.

 

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Weitere Begriffserklärungen:

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