Goldregenpfeifer
Der Goldregenpfeifer ist ein Vogel aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae). Meist meint man damit den Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria), manchmal auch den Mornellregenpfeifer oder den Sibirischen Goldregenpfeifer, je nach Kontext.
Hier die wichtigsten Infos zum (europäischen) Goldregenpfeifer:
- Aussehen:
Auffällig ist das goldgesprenkelte Gefieder auf der Oberseite. Im Brutkleid hat er eine schwarze Bauchseite und eine weiße Linie vom Kopf bis zur Flanke. - Größe:
Etwa 26–29 cm lang, Spannweite ca. 65–75 cm. - Lebensraum:
Brütet in offenen Landschaften wie Tundra, Mooren und Heiden. Im Winter oft auf Feldern, Wiesen und an Küsten. - Verbreitung:
Vor allem in Nordeuropa (Island, Skandinavien, Großbritannien). Im Winter zieht er nach Mitteleuropa und weiter südlich. - Nahrung:
Insekten, Würmer und andere kleine Wirbellose. - Besonderheit:
Oft in großen Schwärmen unterwegs, besonders im Winter – dann sieht man beeindruckende Flugformationen.
Der Goldregenpfeifer Goldregenpfeifer kommt in Deutschland vor allem als Durchzügler und Wintergast vor. Brutvorkommen sind heute extrem selten geworden.
Wo man ihn in Deutschland beobachten kann
Küstenregionen
Besonders häufig:
- Nordseeküste
- Wattenmeer
- Elbmarschen
- Ostfriesland
- Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Dort sammeln sich im Herbst und Winter oft große Schwärme.
Binnenland
Auch regelmäßig:
- Große Wiesen- und Ackerflächen Norddeutschlands
- Niederrhein
- Teile von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern
Vor allem nach Regen oder auf feuchten Feldern suchen sie Nahrung.
Brutvorkommen
Früher brütete der Goldregenpfeifer vereinzelt in Moor- und Heidelandschaften Norddeutschlands. Heute gelten Brutvorkommen in Deutschland praktisch als verschwunden oder nur noch ausnahmsweise vorhanden.
Beste Beobachtungszeit
- Herbstzug: August bis November
- Winter: milde Winter mit großen Rastbeständen
- Frühjahrszug: März bis April
Gute Beobachtungsgebiete
Einige bekannte Gebiete:
- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
- Diepholzer Moorniederung
- Unterer Niederrhein

