Großer Schillerfalter
Großer Schillerfalter (Apatura iris)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Kennzeichen: Große, dunkelbraune Flügel mit violett-blauem Schiller – nur beim Männchen (strukturbedingter Farbeffekt).
Spannweite: ca. 70–85 mm
Flugzeit: Juni bis August
Lebensraum: Lichtungen, Waldränder und Auen laubholzreicher Wälder, besonders mit Weiden
Raupenfutterpflanzen: vor allem Weiden (Salix)
Nahrung der Falter: selten Blüten; bevorzugt Baumsäfte, Honigtau, Aas, Kot
Besonderheiten:
Fliegt meist hoch in den Baumkronen – am Boden sieht man ihn vor allem an feuchten Stellen („Pfützen“).
In Deutschland nicht häufig, lokal aber beständig; gilt als waldgebunden und reagiert empfindlich auf Habitatverlust..
Schutzstatus des Großen Schillerfalters (Apatura iris)
Deutschland
Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV):
✅ Besonders geschützt
Bundesnaturschutzgesetz (§ 44):
➜ Es ist verboten, Tiere zu fangen, zu töten oder zu stören sowie Eier, Raupen oder Puppen zu beschädigen.
➜ Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten ist ebenfalls verboten.
Rote Liste Deutschland:
⚠️ Nicht bundesweit stark gefährdet, aber regional unterschiedlich – in manchen Bundesländern auf der Vorwarnliste oder als gefährdet eingestuft.
Europa
FFH-Richtlinie:
❌ Nicht in den Anhängen gelistet (kein europaweit prioritärer Schutz).
Bern-Konvention:
❌ Nicht aufgeführt.
Warum trotzdem schutzbedürftig?
Abhängigkeit von strukturreichen, alten Laubwäldern
Rückgang durch:
intensive Forstwirtschaft
Verlust von Auen- und Weidenbeständen
Zerschneidung von Lebensräumen
Schutzmaßnahmen (praktisch wichtig):
Erhalt von Weiden und feuchten Waldstrukturen
Alt- und Totholz im Wald belassen
Vernetzung von Waldlebensräumen

