Taubnessel
Taubnesseln sind Wildpflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Sie sehen Brennnesseln ähnlich, besitzen aber keine Brennhaare und brennen deshalb nicht. Ihre Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.
Die häufigsten Arten
Weiße Taubnessel (Lamium album) Weiße, lippenförmige Blüten; wächst oft an Wegrändern, Hecken und auf nährstoffreichen Böden. Blüht häufig von Frühling bis Herbst.
Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) Kleine violettrosa Blüten und oft rötlich gefärbte obere Blätter. Eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Insekten.
Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) Häufig mit silbrig gemusterten Blättern und rosa bis purpurfarbenen Blüten. Wird auch als Bodendecker im Garten gepflanzt.
Sind Taubnesseln nützlich?
Für Insekten: liefern Nektar und Pollen, teilweise schon früh im Jahr.
Für den Garten: eignen sich je nach Art als Bodendecker oder als wilde Begleitpflanzen.
Als Wildgemüse: Junge, sicher bestimmte Blätter sind bei einigen Arten essbar und können beispielsweise gekocht verwendet werden.
Als Heilpflanze: Besonders die Blüten der Weißen Taubnessel werden traditionell als Kräutertee verwendet. Die wissenschaftliche Beweislage für viele Heilwirkungen ist begrenzt.
Wichtig: Taubnesseln sind nicht dasselbe wie Brennnesseln, und auch innerhalb der Taubnesseln unterscheiden sich die Arten in ihren Eigenschaften.


