Rauschbeere

Die Rauschbeere (auch Moorbeere oder Trunkelbeere) ist eine wilde Heidelbeerart mit dem botanischen Namen Vaccinium uliginosum.

Sie wächst vor allem in Mooren, Heiden und kühlen Gebirgsregionen – auch in Teilen von Bayern.

Merkmale:

  • blau bereifte Beeren, ähnlich Heidelbeeren
  • Fruchtfleisch innen eher hell statt tiefblau
  • Blätter rundlicher und matt
  • wächst meist niedriger als Kulturheidelbeeren

Die Beeren sind essbar. Der Name „Rauschbeere“ stammt von der früheren Annahme, sie mache berauscht oder verursache Kopfschmerzen – vermutlich wegen gleichzeitig verzehrten Sumpfpflanzen oder verdorbener Früchte, nicht wegen der Beere selbst.

Die Vaccinium uliginosum kommt in Deutschland vor allem in kühlen, nährstoffarmen und sauren Lebensräumen vor.

Vorkommen in Deutschland

Typische Regionen sind:

  • Hoch- und Zwischenmoore
  • Heidelandschaften
  • Bergwälder und subalpine Bereiche
  • Torfmoore der Alpen und Mittelgebirge

Besonders häufig findet man sie in:

  • Bayern(Alpenraum, Voralpenmoore, Bayerischer Wald)
  • Niedersachsen (Hochmoore und Heidegebiete)
  • Baden-Württemberg (Schwarzwald)
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Brandenburg

Viele ihrer Standorte stehen heute unter Schutz, weil Moore und Heiden stark zurückgegangen sind.

Ökologische Bedeutung

Die Rauschbeere ist ökologisch wertvoll, obwohl sie eher unscheinbar wirkt.

Nahrung für Tiere

Die Früchte dienen vielen Vogelarten und Säugetieren als Nahrung, z. B.:

Auch Bären fressen sie in nördlichen Regionen Europas.

Bedeutung für Insekten

Die Blüten liefern Nektar für:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • spezialisierte Moorinsekten

Teil empfindlicher Moorökosysteme

Die Pflanze ist ein typischer Bestandteil nährstoffarmer Moorvegetation und zeigt:

  • saure Böden
  • geringe Stickstoffbelastung
  • relativ intakte Moorstandorte

Ihr Rückgang kann auf Entwässerung, Klimawandel oder Nährstoffeinträge hinweisen.

Beitrag zum Moorschutz

Moore speichern große Mengen Kohlenstoff. Pflanzen wie die Rauschbeere stabilisieren diese Lebensräume indirekt:

alle Bilder unten aufgenommen im Praxisunterricht der Jagdschule Schongau im Lehrrevier Ob

Weitere Begriffserklärungen:

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