Kiefernspanner
Der Kiefernspanner ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae). Sein wissenschaftlicher Name ist Bupalus piniaria. Er ist vor allem in Kiefernwäldern verbreitet; die Raupen ernähren sich hauptsächlich von Kiefernnadeln.
Forstliche Bedeutung
- Der Kiefernspanner ist ein wichtiger Kiefernschädling, vor allem in reinen oder lichten Kiefernbeständen.
- Die Raupen fressen Kiefernnadeln. Bei Massenvermehrungen kann es zu starkem Nadelverlust und damit zu einer deutlichen Schwächung der Bäume kommen.
- Wiederholter oder sehr starker Fraß kann Zuwachsverluste verursachen und die Kiefern anfälliger für weitere Schadorganismen und Trockenstress machen.
- Besonders problematisch sind Kahlfraßereignisse in bereits geschwächten Beständen.
- In der Forstwirtschaft wird der Kiefernspanner deshalb im Rahmen des Waldschutz-Monitorings überwacht.
Ökologische Bedeutung
- Der Kiefernspanner ist ein natürlicher Bestandteil von Kiefernwald-Ökosystemen.
- Seine Raupen dienen zahlreichen Tieren als Nahrung, insbesondere Vögeln und parasitoiden Insekten.
- Periodische Massenvermehrungen gehören zur natürlichen Populationsdynamik vieler Waldinsekten.
- Starker Fraß kann die Struktur und Dynamik von Kiefernwäldern beeinflussen und dadurch indirekt auch andere Arten fördern oder zurückdrängen.
- Der Kiefernspanner steht damit zwischen ökologischer Funktion und forstwirtschaftlichem Schadpotenzial: In normalen Dichten ist er ein Teil des Ökosystems, bei Massenvermehrungen kann er zum Problem für die Forstwirtschaft werden.


