Braunkehlchen
Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) ist ein kleiner Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper. In Deutschland gilt es als typischer Bewohner von offenen Wiesen, Feuchtwiesen und extensiv genutztem Grünland.
Woran erkennt man ein Braunkehlchen?
Größe: ca. 12–14 cm (etwa so groß wie ein Rotkehlchen)
Männchen: auffälliger weißer Überaugenstreif, schwarze Wangen und orangebraune Brust
Weibchen: etwas blasser, aber ebenfalls mit hellem Überaugenstreif und warmer Braunfärbung
Sitzt oft gut sichtbar auf Grashalmen, Zaunpfählen oder hohen Stauden und hält nach Insekten Ausschau.
Lebensweise
Das Braunkehlchen ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen. Es brütet am Boden in dichter Vegetation, weshalb es empfindlich auf frühe Mahd und intensive Landwirtschaft reagiert.
Zugvogel
Braunkehlchen sind Langstreckenzieher. Sie verbringen den Sommer in Europa und ziehen im Herbst in das tropische Afrika südlich der Sahara. Im Frühjahr kehren sie meist zwischen April und Mai zurück.
Schutzstatus
Die Art ist in vielen Regionen Mitteleuropas stark zurückgegangen. Hauptgründe sind:
Verlust artenreicher Wiesen,
häufiges Mähen während der Brutzeit,
Entwässerung von Feuchtgebieten.

