Dolden-Milchstern
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Der Dolden-Milchstern ist eine Frühlingsblume aus der Gattung der Milchsterne. Sein wissenschaftlicher Name ist Ornithogalum umbellatum.
Typische Merkmale:
- weiße, sternförmige Blüten mit grünlichem Mittelstreifen außen
- Blütezeit meist April bis Mai
- wächst oft auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern
- gehört zur Familie der Spargelgewächse
Die Blüten öffnen sich vor allem bei Sonne und schließen sich bei schlechtem Wetter oder nachts.
Wichtig: Die Pflanze gilt in größeren Mengen als leicht giftig, besonders die Zwiebeln.
Vorkommen in Deutschland und ökologische Bedeutung
Der Ornithogalum umbellatum kommt in Deutschland vor allem in den wärmeren und nährstoffreicheren Regionen vor. Häufig findet man ihn:
- in Süddeutschland und Mitteldeutschland
- auf mageren Wiesen, Böschungen und in lichten Wäldern
- in Parks, alten Gärten und Streuobstwiesen
- oft auf kalkhaltigen Böden
In manchen Gegenden gilt er als eingebürgerter Gartenflüchtling, weil er früher häufig als Zierpflanze angepflanzt wurde und sich dann ausgebreitet hat.
Ökologische Bedeutung
Der Dolden-Milchstern ist eine typische Frühjahrsblume und hat mehrere Funktionen im Ökosystem:
- bietet frühen Insekten Nahrung, besonders kleinen Wildbienen, Fliegen und Käfern
- trägt zur Artenvielfalt artenreicher Wiesen bei
- nutzt die frühe Jahreszeit vor dem vollständigen Laubaustrieb vieler Pflanzen
- seine Zwiebeln dienen einigen Bodenorganismen als Lebensraum oder Nahrung
Allerdings ist er ökologisch weniger bedeutend als stark nektarreiche Frühblüher wie Krokusse oder heimische Schlüsselblumen, weil seine Blüten vergleichsweise wenig Nektar produzieren.


