Teichfrosch
Der Teichfrosch (Pelophylax kl. esculentus) ist eine europäische Froschart aus der Familie der Echten Frösche (Ranidae).
Kurzinfos:
🐸 Besonderheit: Er ist kein „echter“ Artennachkomme, sondern ein Hybrid aus Seefrosch (Pelophylax ridibundus) und Kleinem Wasserfrosch (Pelophylax lessonae).
🌍 Verbreitung: Weit verbreitet in Mitteleuropa, auch häufig in Deutschland.
🌿 Lebensraum: Teiche, Weiher, Seen, Altarme, langsam fließende Gewässer.
🎶 Ruf: Lautes, schnarrendes „Kek-kek-kek“, oft im Chor.
🎨 Aussehen: Grün bis olivgrün, oft mit dunklen Flecken; Männchen haben graue Schallblasen.
🛡️ Schutz: Steht unter Naturschutz (wie alle heimischen Amphibien).
Fortpflanzung des Teichfroschs
🗓️ Paarungszeit
April bis Juni (manchmal bis Juli, je nach Wetter)
Startet, sobald die Wassertemperatur etwa 15 °C erreicht
🎶 Balz & Paarung
Männchen rufen laut aus dem Wasser, oft in großen Chören
Sie besitzen zwei äußere Schallblasen, die sich beim Rufen grau bis silbrig aufblähen
Die Paarung erfolgt im Amplexus (Umklammerung), meist axillar (unter den Vorderbeinen)
🥚 Eiablage
Das Weibchen legt 500–3.000 Eier
Eier werden in lockeren Laichballen an Wasserpflanzen abgelegt
Entwicklung der Embryonen dauert ca. 1–3 Wochen, abhängig von der Temperatur
🧬 Besondere genetische Situation
Der Teichfrosch ist ein Hybrid:
Er entsteht aus Kleinem Wasserfrosch × Seefrosch
Bei der Fortpflanzung wird oft nur das Erbgut einer Elternart weitergegeben (Hybridogenese)
Deshalb braucht der Teichfrosch mindestens eine der Elternarten im selben Gewässer, um sich fortpflanzen zu können
🐟 Entwicklung der Kaulquappen
Kaulquappen schlüpfen nach wenigen Tagen
Metamorphose zum Jungfrosch nach 2–4 Monaten
Jungfrösche verlassen das Wasser meist im Spätsommer
❄️ Überwinterung
Junge und erwachsene Frösche überwintern
im Gewässergrund (Schlamm)
oder an Land in frostfreien Verstecken


