Gundermann
Der Gundermann (auch Gundelrebe genannt) (Glechoma hederacea) ist eine heimische, kriechende Wildpflanze aus der Familie der Lippenblütler.
Beschreibung
Gundermann ist eine mehrjährige, niedrig wachsende Pflanze mit langen, kriechenden Ausläufern, durch die er sich schnell ausbreitet. Die rundlich bis nierenförmigen Blätter sind grün, leicht gekerbt und oft weich behaart. Beim Zerreiben verströmen sie einen würzig-aromatischen Geruch.
Die Blüten erscheinen meist von März bis Mai. Sie sind klein, blauviolett bis purpurfarben und sitzen in den Blattachseln. Typisch ist die Form der Lippenblüten, wie sie für viele Lippenblütler charakteristisch ist.
Vorkommen
Gundermann wächst sehr häufig in Europa und Teilen Asiens. Man findet ihn vor allem:
- auf Wiesen und Weiden
- an Waldrändern
- in Hecken
- in Gärten und Parks
- an Wegrändern
- auf feuchten, nährstoffreichen Böden
Er bevorzugt halbschattige bis sonnige Standorte und ist sehr anpassungsfähig.
Ökologische Bedeutung
Gundermann hat eine wichtige Funktion im Naturhaushalt:
- Die frühen Blüten liefern Bienen, Hummeln und anderen Insekten bereits im Frühjahr wertvollen Nektar und Pollen.
- Als bodendeckende Pflanze schützt er den Boden vor Austrocknung und Erosion.
- Er bietet kleinen Insekten und Bodenorganismen Lebensraum.
- Durch seine schnelle Ausbreitung trägt er zur Bodenbedeckung und Stabilisierung naturnaher Flächen bei.
Damit ist Gundermann nicht nur eine bekannte Wild- und Heilpflanze, sondern auch ökologisch wertvoll für viele Tierarten und für gesunde Böden.



