Morcheln
Morcheln (Morels) sind sehr geschätzte Speisepilze mit wabenartigem Hut und intensiv-nussigem Aroma. Kurzüberblick:
Saison: Frühling (meist März–Mai), oft nach feuchten Perioden
Standorte: Auen, alte Obstgärten, Eschen-/Ulmenbestände, Brandstellen
Küche: Hervorragend in Rahmsaucen, Pasta, Risotto; auch gut zum Trocknen
Wichtig: Nie roh essen – Morcheln müssen immer gut durchgegart werden
Verwechslung: Vorsicht vor Giftlorcheln (glatter/ hirnartiger Hut, nicht wabenförmig)
In Deutschland kommen mehrere Morchelarten (Gattung Morchella) vor. Die Systematik ist komplex (es gibt Artengruppen), aber folgende Arten/Komplexe gelten hier als anerkannt und relevant:
Häufige Morchelarten
Speisemorchel (Morchella esculenta agg.)
Gelblich bis ocker, rundlicher Hut; die bekannteste Artengruppe.
Käppchenmorchel (Morchella semilibera)
Hut nur am oberen Teil mit dem Stiel verwachsen („Käppchen“).
Spitzmorchel (Morchella elata agg.)
Dunkler, spitz zulaufender Hut; häufig in Nadelwäldern und an Brandstellen.
Weitere in Deutschland nachgewiesene Arten
Graue Morchel (Morchella vulgaris)
Gelbe Morchel (Morchella deliciosa)
Schwarze Morchel (Morchella importuna) – oft in Gärten, Parks, Mulch
Kegelmorchel (Morchella conica) – wird heute meist zu M. elata gestellt
Morchella exuberans – v. a. auf Brandflächen
Hinweis zur Bestimmung
Viele Funde werden heute Artengruppen (agg.) zugeordnet, weil sie makroskopisch schwer zu trennen sind.
Alle echten Morcheln sind essbar, aber nur gut durchgegart.

