Pestwurz
Die Pestwurz ist eine heimische Wildpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) – auffällig durch ihre sehr großen Blätter.
Pestwurz (Petasites)
Häufigste Art in Deutschland
Gewöhnliche Pestwurz
- Botanischer Name: Petasites hybridus
- Standorte: Ufer, feuchte Wiesen, Gräben
- Blüte: sehr früh (März–April), vor den Blättern
- Blätter: riesig, herz- bis nierenförmig, erscheinen erst nach der Blüte
Weitere Arten in Deutschland
- Weiße Pestwurz (Petasites albus) – eher im Bergland
- Japanische Pestwurz (Petasites japonicus) – selten, teils verwildert
Besonderheiten
- Der Name stammt aus dem Mittelalter: Man glaubte, sie helfe gegen die Pest
- Blüten sind eine frühe Nahrungsquelle für Insekten
- Vermehrt sich stark über Rhizome → kann dominant werden
⚠️ Achtung – giftig!
Alle Pestwurzarten enthalten Pyrrolizidinalkaloide (leberschädigend).
→ nicht als Heil- oder Nahrungspflanze verwenden
Die Alpen-Pestwurz ist eine eigenständige, heimische Pestwurz-Art der Alpen.
Alpen-Pestwurz
- Deutscher Name: Alpen-Pestwurz
- Botanischer Name: Petasites paradoxus
- Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Merkmale
- Blüte: April–Juni
- Blütenfarbe: rosa bis purpur
- Blüten erscheinen vor den Blättern
- Blätter: groß, rundlich bis herzförmig, unterseits oft graufilzig
Lebensraum
- Alpen und Alpenvorland
- feuchte, kühle Standorte:
Bachufer, Schuttfluren, Lawinenzüge - meist montan bis subalpin
Abgrenzung zu anderen Pestwurzen
- kleiner und kompakter als Gewöhnliche Pestwurz (P. hybridus)
- stärker an Gebirgsklima gebunden
- Blätter oft grauer / filziger
⚠️ Giftig
Wie alle Pestwurzen enthält sie Pyrrolizidinalkaloide → nicht essbar, nicht medizinisch nutzen.
🌿 Schutzstatus:
regional geschützt; Teil der alpinen Flora.


