Entkusselung
Entkusselung bezeichnet in der Forst- und Landschaftspflege das gezielte Entfernen von unerwünschtem Gehölzaufwuchs – also kleinen Bäumen, Sträuchern oder sogenannten „Kusseln“ (junge, oft dicht wachsende Triebe).
🌱 Was genau wird gemacht?
Bei der Entkusselung werden z. B. entfernt:
- junge Bäume (z. B. Birken, Kiefern)
- Sträucher (z. B. Brombeeren, Schlehen)
- dichter Wildwuchs auf offenen Flächen
🌍 Wozu dient das?
Sie wird eingesetzt, um:
- Offenlandschaften zu erhalten (z. B. Wiesen, Moore, Heiden)
- Artenvielfalt zu schützen, da viele seltene Pflanzen und Tiere offene Flächen brauchen
- Verbuschung zu verhindern, also das Zuwachsen von Flächen mit Gehölzen
🛠️ Wie wird entkusselt?
- manuell (mit Astscheren, Sägen)
- maschinell (Motorsense, Forstmaschinen)
- teilweise auch durch Beweidung (Schafe/Ziegen übernehmen quasi „natürliche Entkusselung“)
📍 Beispiel
In Bayern wird Entkusselung oft in Naturschutzgebieten durchgeführt, damit typische Lebensräume wie Magerrasen oder Moore nicht zu Wald werden.